Antrag auf Behindertenausweis

Von den ca. 83 Mio. Einwohnern Deutschlands sind laut statistischem Bundesamt (Destatis) rund 10,5 Mio. schwerbehindert, haben also zumindest einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 Prozent. Die Zahl wächst, von Ende 2017 zu Ende 2020 um 1,8 %

Einen Schwerbehindertenausweis richtig zu beantragen ist vergleichbar einem Antrag auf Pflegegrad – die Amts- / Behördensprache ist in einem „Bürokratendeutsch“ und das ist keineswegs verständlich für Jedermann. Das Kleingedruckte sowie die Schriftgröße tun ihr übriges.

In den letzten Jahren haben sich zwar laut Expertenmeinung die Hürden bei der Beantragung deutlich erhöht, aber dennoch steigt die Zahl derer, die einen positiven Bescheid bei der Beantragung erhalten. Hierbei handelt es sich vor allem um chronisch Kranke mit diversen psychischen Problemen (Alzheimer, Demenz), Krankheitsbildern des Bewegungsapparates oder auch inneren Erkrankungen, die erfolgreich einen Antrag auf Anerkennung des GdB stellen.

Einige Hinweise

Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist die Frage, worin sich der Grad der Behinderung (GdB) und der Grad der Schädigung (GdS) eigentlich unterscheiden. Beide werden in Zehnerschritten von 20 bis 100 gestaffelt, ab 50 ist die Behinderung eine Schwerbehinderung.

Grundsätzlich geht es bei der Feststellung der Behinderung nicht um eine medizinische Einschränkung oder Diagnose, sondern um ein Funktionsdefizit und eine dauerhafte (mind. 6 Monate) Einschränkung der Teilhabe an der Gesellschaft.

Vor der Beantragung beginnt die Arbeit für den Antragsteller oder zusätzlich den Dienstleister:

  • Arztbriefe und Kopien der Krankenakten sammeln
  • Erstellen von Listen mit allen psychischen und physischen Beschwerden und Einschränkungen
  • Vereinbarung von Untersuchungsterminen bei allen Ärzten, vom Hausarzt bis zum Facharzt, vom Augenarzt zum Zahnarzt, das Sammeln von Überweisungen und Rezepten für alle medizinischen Hilfestellungen (von Krankengymnastik bis zur Therapie oder Reha)


Wir von der Pflegegradhilfe.de beraten Sie, wie Sie hier am besten vorgehen und begleiten Sie eng durch den Prozess, um den Erfolg für Ihren Antrag abzusichern.