Einige Hinweise

Die Pflegegradhilfe.de und unsere kompetenten Mitarbeiter sind Ihnen oder Ihren Angehörigen behilflich bei der richtigen Beantragung oder/und Überprüfung des (Schwer-) Behindertenausweises, speziell zur Information vom Grad der Behinderung (GdB) und Grad der Schädigung (GdS).

Aber Achtung: die Inanspruchnahme bestimmter Leistungen kann dazu führen, dass andere Leistungen oder Vorteile wegfallen – deshalb sprechen Sie zunächst einmal mit uns bei der Pflegegradhilfe.de, damit Sie die Leistungen und/ oder Vorteile bekommen, die Sie oder Ihre Angehörigen benötigen.

Bitte beachten Sie: hilfreich und sinnvoll ist in vielen Fällen die Kombination von Pflegegrad und Schwerbehindertenausweis.

Bei erfolgreicher Beantragung

Bei erfolgreicher Beantragung erwarten den Betroffenen schließlich folgende Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis (SGB IX/ SGB XII/ BEG):

G“ – kennzeichnet eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr, auch innere Leiden oder Anfälle, Störung der
Orientierungsfähigkeit oder Immobilität können die Ursache sein. Die landläufige Übersetzung mit „Gehbehindert“ ist irreführend und falsch!
aG“ – bezeichnet eine erhebliche Einschränkung der mobilitätsbezogenen Teilhabe am öffentlichen Leben (mind. GdB 80), z.B. für
Rollstuhlfahrer oder bei Personen mit Störungen des Atemsystems.
BI“ ist Blindheit bzw. eine hochgradige Sehbehinderung
GI“ kennzeichnet Gehörlosigkeit oder eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit
B“ berechtigt einen Schwerbehinderten zur Mitnahme einer Begleitperson. Diese muss nicht immer, kann aber auf Anforderung dabei sein…
und darf dann z.B. auch kostenlos den öffentlichen Nahverkehr nutzen
RF“ bezeichnet eine mögliche Ermäßigung der GEZ- oder Telefongebühren
1.Kl.“ berechtigt die Nutzung der 1. Klasse bei der Deutschen Bahn, benötigt wird nur ein Ticket für die 2.Klasse.
EB“ bescheinigt den Erhalt von Bundesentschädigungsleistungen bei einem GdS von mind. 50.
VB“ bezeichnet „Versorgungsberechtigung“ außerhalb des Bundesversorgungsgesetzes.
Kriegsbeschädigt“ ist selbsterklärend und betrifft auch die Personen, die Schäden durch Aufenthalt in Kriegsgebieten erlitten, beispielsweise bei Bundeswehreinsätzen.


Wichtig ist darüber hinaus zu wissen:

  • Für das Parken auf gesondert ausgewiesenen Parkplätzen benötigt man einen speziellen EU-Parkausweis (nur bei „aG“ und „Bl) – der Schwerbehindertenausweis allein ist unzureichend
  • In einigen besonderen Institutionen reicht manchmal dennoch nur der Schwerbehindertenausweis (Parkschilder weisen darauf hin)


Sie oder auch Ihre Angehörigen haben dadurch also einige Vorteile (zusammenfassend):

  • 2 x 13.500 Euro jährlich Zuschuss beim Autokauf/ E-Mobilität
  • Kostenlose Taxi-Gutscheine oder wahlweise kostenlose Beförderung ÖPNV
  • Kostenfreier Behindertenparkplatz bzw.-ausweis
  • Eventuell Beförderung 1.Kl. Deutsche Bahn kostenlos
  • Begleitung durch Betreuungsperson kostenfrei
  • Steuerliche Vorteile, Befreiung von den Rundfunkgebühren
  • (Vorzeitige) Vorruhestands-Regelung
  • Erwerbsminderungs-Rentenansprüche
  • Sicherheit des Arbeitsplatzes


Zur weiteren Information: In den letzten Jahren haben sich die bürokratischen Hürden erhöht, dafür steigt allerdings auch die Anzahl der positiven Bescheide, da verstärkt auch die psychischen Problemfelder (Alzheimer, Demenz, …) berücksichtigt werden.